"RE-CENTERING THE CITY"
STADT NEU DENKEN


Datum: 29. Oktober 2008
Ort: Justizcafe im Justizpalast, Schmerlingplatz 10, 1010 Wien
Zeit: 18.30 – 21.00 Uhr


PROGRAMM

Einleitung & Resümee
RUDI SCHICKER, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, Wien

Keynotes
RICHARD PLUNZ, Columbia University, Graduate School of Architecture, Planning, and Preservation, New York
REGULA LÜSCHER, Senatsbaudirektorin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin
Discussants
FRANCOISE-HÉLÈNE JOURDA, Architekturbüro Jourda Architectes Paris (JAP), Paris
OLIVER FREY, TU Wien, Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung, Wien

Moderation
EUGEN ANTALOVSKY, Geschäftsführer Europaforum Wien


Metropolen erleben heute eine rasante Transformation ihrer Wirtschafts- und Bevölkerungsstrukturen. Es entstehen neue urbane Lebensstile und differenzierte Erwartungshaltungen an das "System" Stadt. Städte sollten alles können: Sie sollen spannend, vielfältig, grün, sicher, kreativ, sauber, leistbar, widersprüchlich, tolerant und noch vieles mehr sein, um im internationalen Standortwettbewerb zu punkten.

DAS NEUE PROFIL DER STADT

Der Stadtraum bildet die Bühne, auf der sich urbanes Leben in all seinen Facetten entfaltet und neue Arbeits-, Freizeit- und Lebensgestaltungen erprobt und umgesetzt werden. Die Stadt verändert sich dadurch in räumlich-funktionaler Hinsicht. Während traditionelle historische Zentren oftmals mit einem Bedeutungsverlust zu kämpfen haben, steigen vormalige Subzentren zu "Central Business Districts" auf. Ehemals periphere Räume werden zu dynamisch aufstrebenden Stadtteilen und treten in direkte Konkurrenz zu etablierten Stadtvierteln und Zentren, während benachteiligte Stadträume immer größere funktionale Defizite aufweisen.

DYNAMIK ERMÖGLICHEN - POLARISIERUNG VERMEIDEN

Dem Stadtmanagement kommt unter diesen Rahmenbedingungen eine wachsende Bedeutung zu. Einerseits soll die Veränderungsdynamik positiv für die Stadtentwicklung genutzt werden, andererseits eine sozialräumliche und stadtstrukturelle Polarisierung vermieden werden. Was muss Stadtpolitik zukünftig leisten, damit das "Re-centering" gelingt? Wie können Stadtteile und Zentren "zukunftsfit" gemacht werden, ohne deren Identität zu verlieren? Wie können Städte von einer stärker polyzentrischen Struktur optimal profitieren, und wie kann die Transformation der Stadtstrukturen mit den Zielsetzungen Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit in Einklang gebracht werden? Über diese Fragen diskutierten im zweiten Teil des Zyklus "Zukunft Metropole" die eingeladenen internationalen und Wiener ExpertInnen.

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Präsentation Richard Plunz (8,6 MB, pdf)